Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall
20095 Hamburg
Tel. 040/4 28 13 12 00
www.hamburger-kunsthalle.de
info@hamburger-kunsthalle.de
Die Hamburger Kunsthalle ist eines der wichtigsten Kunstmuseen in Deutschland und besitzt eine Sammlung, die durch sieben Jahrhunderte Kunstgeschichte führt – vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Im Mittelpunkt der vielfältigen Langen Nacht stehen 2012 auf vielfältige Weise »Spinnereien«.
Weithin sichtbar begrüßt Louise Bourgeois Maman, eine Spinnenskulptur aus Bronze, Stahl und Marmor die Besucherinnen und Besucher auf dem Sockel zwischen Altbau und Neubau. Sie eröffnet die Ausstellung »Louise Bourgeois. Passage dangereux«. Die Spinne und ihr Spinnen stehen bei der Künstlerin als Symbol für das sich stets erneuernde Leben, dessen Geschichte sich immer weiter fortspinnt. Kurzführungen führen in die Gedankenwelt und Bildsprache von Louise Bourgeois ein. In einer Aktion sind Besucherinnen und Besucher aufgefordert, selbst ein Netz zu spinnen. Aber auch für diejenigen, denen Spinnen Angst einjagen, ist gesorgt: eine zahme Tarantel, die in Seminaren gegen Arachnophobie, so der Fachbegriff für Spinnenangst, eine Hauptrolle spielt, wird mit ihrem »Trainer« anwesend sein.
Spinnereien können aber auch Träume, Wunschbilder und Utopien sein. Diesen Aspekt verfolgt die Aktivitäten in der Langen Nacht in der zweiten großen Ausstellung »Müde Helden« anhand der Arbeiten von Ferdinand Hodler, Alexandr Dejneka und Neo Rauch. Die Utopie des neuen Menschen, mit denen sich die Künstler, die im Abstand von jeweils etwa einem halben Jahrhundert zwischen 1853 und 1960 geboren sind, verfolgen Kurzführungen mit vergleichenden Blicken.
Auch im Hamburger Kinderzimmer von Olafur Eliasson ist Aktion gefragt: Dort können Luftschlösser und Wolkenkuckucksheime während der ganzen Langen Nacht erdacht, gebaut und ausgestellt werden. Die Familienausstellung »Phantastische Paläste« gibt reiche Anregung, eigene Ideen umzusetzen und von dort auszuschwärmen auf die Suche nach realen und fiktiven Tragwerken von der Hütte bis zum Prachtbau.
Auf immer neue Weise suchen Kurzführungen Verknüpfungen zwischen Werken der Ausstellungen und der Schausammlung. Da finden sich auch bei den Alten Meistern Spinnende und Krabbelnde mit vier, sechs oder acht Beinen oder es lassen sich all die Künstler genauer betrachten, die sich in den 1920er Jahren dem Traum, der Phantasie und der Fiktion gewidmet haben. In der Schausammlung sind ebenso Musiker unterwegs und Schriftsteller anzutreffen. In Veranstaltungen wie Konzerten und Lesungen lassen sich hier Querverbindungen zwischen der Kunst und der Musik sowie der Literatur und dem Schreiben knüpfen.
Motto
»Spinnereien«
Das Hamburger Kunsthalle Programm
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